Girokonto als P-Konto führen

Menschen, die Schulden haben, sollten sich überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, das Girokonto als sogenanntes P-Konto zu führen. Dieses ist in der heutigen Zeit die einzige Möglichkeit, sich vor Kontopfändungen zu schützen. Einen Pfändungsschutz vor dem Amtsgericht, wie er früher galt, kann nicht mehr individuell eingeholt werden. So könnte ohne das P-Konto der Gläubiger über das Guthaben gemäß seiner Forderung verfügen. Mit der Umstellung des Kontos in ein P-Konto kann jeder über den Betrag verfügen, der für die Deckung des Lebensunterhalts ausreicht. Zumindest die Zahlungen für die Miete, für Versicherungen, etc. können dann von dem Konto aus getätigt werden. Auch das Abheben von Bargeld funktioniert dann. Ansonsten wäre das Konto so lange gesperrt, bis dem Gläubiger auch der letzte Cent der Forderung gegeben worden ist. Die Höhe des pfändungsfreien Betrags ist individuell und von einigen Punkten, wie Anzahl der Kinder, abhängig.

Wie das Konto zum P-Konto wird

Ein Pfändungsschutzkonto muss bei der Bank beantragt werden. Ein bestehendes Konto kann einfach in ein P-Konto umgewandelt werden. Dass ein neu eröffnetes Konto gleich als Pfändungsschutzkonto geführt werden kann, ist heute bei den wenigsten Banken der Fall.

Um das Konto umzuwandeln, bedarf es einiger Aspekte, die der Kontoinhaber einhalten muss:

  • Das Konto darf nur als Einzelkonto geführt werden
  • Es darf nicht überzogen bzw. mit einem Dispo belegt sein,
  • Jeder Bürger darf nur ein P-Konto führen,
  • Es muss in der Zukunft als Guthabenkonto geführt werden.

Antrag rechtzeitig einreichen

Diese Punkte sind die wohl wichtigsten, die bei dem P-Konto beachtet werden müssen. Der Antrag zur Umwandlung muss zeitnah nach dem Eingang der Pfändung bei der Bank eingehen, da der Pfändungsschutz nur rückwirkend sechs Wochen gilt. Eine Umwandlung vor dem Eintreffen der Kontopfändung ist auch denkbar, sodass das künftige Guthaben geschützt wird. Da ein P-Konto der Schufa gemeldet wird, sollte aber auch nur bei akutem Bedarf der Schritt gemacht werden. Für die finanzielle Zukunft sieht ein Pfändungsschutzkonto immer schlecht in der Schufa aus. Die Meldung muss aber erfolgen, damit nur ein Konto pro Person geführt wird.

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