Was bedeutet Vermögensmanagement?

Ist es wirklich so kompliziert?

Gedanken machen über Geld? Zu anstrengend. Selbst anlegen? Aktien, Fonds, Anleihen? Zu aufwendig. Diese und andere Antworten sind oft anzutreffen wenn es um die persönliche Anlage, die privaten Finanzen geht. Viele Menschen denken bei der Hausbank gut genug aufgehoben zu sein, aber hier sollte Klartext geredet werden. Vereinzelt mag das sogar der Fall sein, in der Breiten Masse kann die Beratungsqualität der Banken für normalsterbliche in unabhängigen Tests meist nicht überzeugen. Also doch selbst in die Hand nehmen, das Vermögensmanagement. Aber was bedeutet das eigentlich, das Vermögen zu managen?

Absichern und Vermögen schaffen – heute und morgen

Modernes Vermögensmanagement umfasst im wesentlichen zwei Prinzipien. Zum einen soll das Vermögen so angelegt und verwaltet werden, dass es nicht weniger wird. Eine Art Absicherung für das Vermögen schaffen könnte man sagen. Zum anderen soll modernes Vermögensmanagement das Vermögen idealerweise vermehren. „Das Geld soll arbeiten“ wird hier zur Prämisse. “Das Management” soll außerdem alle Entscheidung bezüglich Aktien, Fonds, Anleihen etc. in einer gewissen Unabhängigkeit fällen.

Beides relativ simple Aussage mag mancher denken. Der Teufel steckt jedoch wie so oft im Detail, die Finanzmärkte sind schließlich komplex, dazu später mehr. Beide Prinzipien wirken auch auf einer Zeitachse: viele Menschen wollen Ihr Vermögensmanagement so ausrichten, dass das Vermögen eine wirkungsvolle Altersvorsorge darstellt, dass man im Alter davon zehren kann. Andere möchten sich in X Jahren gerne einen lang gehegten Wunsch erfüllen, sei es Haus, Ferrari, BMW oder Swimming Pool.

Selbst machen oder machen lassen

Egal welcher Wunsch und welcher Zeiträumen im Vordergrund steht, ein Vermögen aufbauen und/oder managen heißt meist immer Chancen maximieren und Risiken minimieren. Jedes Depot braucht die richtige Balance. Hierfür hat jeder dann wie Eingangs erwähnt zwei Alternativen: Selbst machen oder machen lassen, platt gesagt.

Wer sich für das „machen lassen“ entscheidet hat im Vermögensmanagement drei Möglichkeiten, von denen bei näherer Hinsicht leider oft nur zwei übrig bleiben:

1) Die Hausbank bzw. deren „Kundenberater“. Man kennt sich meist, begegnet sich oft. Die Stimmung ist meist nett, der Eindruck sachlich. Es gibt viele gute Kundenberater, leider lauern hier nur allzu oft die Fallen des provisionsbasierten Finanzvertriebes: standardisierte Produkte, wenig Individualisierung, hohe Kosten und Gebühren. Oft fehlt die notwendige Unabhängigkeit.

2) Honorarberater. Ein relativ neuer Zweig in der Finanzindustrie: Man zahlt einem Finanzexperten Geld (pro Stunde!) damit dieser einen selbst im Bereich Finanzen und Vermögensmanagement berät. Eine interessante und unabhängige Alternative, eigentlich. Leider sind zur Zeit nur wenige Menschen bereit für diese Art der Beratung Geld zu bezahlen.

3) Professionelle Vermögensmanager. Es gibt Sie, die hochprofessionellen Vermögensberater, die unabhängig gut beraten. Leider sind diese Formen der Beratung oft den allerhöchsten  Einkommensgruppen vorenthalten. Eine Aussage wie „500.000€ Vermögen sind für unsere Beratung nicht genug“ geben eine kleinen Eindruck.

Der Sinn und die Motivationen dieser Seite / Kolumne bzw. des bald erhältlichen Buches ist es zum einen, mehr Menschen zum „selbst machen“ zu motivieren. Es ist kein Hexenwerk das eigene Geld professionell zu managen. Zum anderen sollen euch hilfreiche und praxisrelevante Hinweise, Ratschläge und Beispiele dabei helfen euer Vermögen selbst zu managen.

Nehmt es in die Hand, viel Spaß dabei!

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