Kommt der Negativzins auf Tages- und Festgeld?

Es klingt absurd, aber es ist nicht ausgeschlossen: Werden Kunden demnächst bestraft, wenn sie Geld bei den Banken anlegen? In Dänemark hat eine Bank für ihre Kunden bereits negative Zinsen angekündigt. In Deutschland gibt es vereinzelt Banken, die Großkunden mit Einlagen im sechsstelligen Bereich mit Negativzinsen zur Kasse bitten.

Da die Banken bei der Europäischen Zentralbank Strafzinsen zahlen müssen, wenn sie Geld dort einlagern, geben die ersten Banken diese Zinsen nun an ihre Kunden weiter. Damit stellt sich für diese wiederum die Frage, wo sie ihr Geld stattdessen anlegen, denn es ist in dem Fall ja tatsächlich günstiger, das Geld zu Hause im Tresor zu verschließen. Nur: Auch dort verliert das Geld im Zeitablauf an Wert.

Bundesschatzbriefe waren lange Zeit eine beliebte Geldanlage, aber auch hier lässt sich derzeit kein Ertrag erwirtschaften. Das sieht ein wenig anders aus, wenn man sein Geld in ausländische Anleihen investiert. Das ist zwar ein wenig aufwendiger, doch bis zu einer Einlage von 100.000 Euro ist das Geld durch einen Einlagensicherungsfonds gesichert. Damit lässt sich im Ausland nach wie vor eine kleine, sichere Rendite erzielen.

Auch die Investition in Aktien und Aktienfonds kann noch immer sehr sinnvoll sein. Die Anlage ist zwar mit einem Risiko behaftet und ist eher für langfristig orientierte Anleger sinnvoll. Wichtig ist es bei der Anlage, nicht allein auf ein Unternehmen, eine Branche oder ein Land zu setzen: Nur wer sein Portfolio gut durchmischt, kann sein Risiko minimieren und auf eine gute Rendite im Zeitablauf hoffen.

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