So spart Deutschland

Die Sparquote besagt, wieviel des netto verfügbaren Einkommens von den Menchen in einer Volkswirtschaft gespart wird. In Deutschland liegt die Sparquote bei rund zehn Prozent – im Durchschnitt. Diese Größe ist wenig aussagekräftig, denn die Statistik besagt auch, dass Geringverdiener nichts sparen oder sogar eine negative Sparquote aufweisen – sprich Schulden machen oder von Transferleistungen leben. Haushalte mit einem Nettoeinkommen zwischen 1.500 und 2.000 Euro sparen immerhin 2,4 Prozent; bei einem Nettoeinkommen von mehr als 5.000 Euro beträgt die Sparquote dann mehr als 21 Prozent. Das alles zusammen gerechnet macht jene für Deutschland ausgewiesenen zehn Prozent im Durchschnitt aus.

Und sonst? Ob es an der regionalen Herkunft oder aber an den durchschnittlichen verfügbaren Einkommen in den Regionen liegt, vermag die Statistik nicht zu sagen. Sie kommt aber zu dem Schluss, dass in den westlichen Bundesländern mehr Haushalte sparen (65 Prozent) als in den Bundesländern im Osten Deutschlands (56 Prozent). Im Westen sparen neun Prozent der Haushalte nichts. Im Osten sind es 13 Prozent. Deutsche Meister im Sparen sind übrigens nicht die Schwaben, sondern die Bayern: Drei von vier Menschen in dem Bundesland sparen regelmäßig. Den niedrigsten Anteil an Sparern verzeichnet Berlin. Das passt auch zu der Erkenntnis, dass auf dem Land generell mehr Geld an die Seite gelegt wird als in der Stadt. Zudem gilt, dass alleinstehende Personen – die tendenziell eher in der City anzutreffen sind – seltener sparen als in Partnerschaft lebende Personen.

Schulabschluss nicht entscheidend

Der Schulabschluss spielt übrigens kaum eine Rolle, ob gespart wird oder ob nicht gespart wird. Er ist allenfalls bei der Höhe der gesparten Summen relevant, da die Einkommen mit höherem Schulabschluss auch durchschnittlich höher ausfallen.

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