Cashback – Sparen beim Online Shopping

Wer kennt es nicht? Der Geldbeutel wird immer dicker, weil unzählige Kundenkarten oder Stempelheftchen darin stecken. Denn an der Kasse wird man für gewöhnlich nicht nur zum Zahlen aufgefordert, sondern auch nach einer Kundenkarte gefragt. Hatten früher viele Läden ihre eigenen Kundenbindungssysteme, sind es heute weniger geworden, die Anbindung an Universalsysteme hat zugenommen. Zu den bekanntesten und weitverbreitetsten Universalkarten gehört mit Abstand Payback, das am häufigsten in „Offline-Geschäften“ eingesetzt wird, aber auch in einigen Onlineshops eingesetzt werden kann.

Wir wissen zwar, dass die meisten Produkte im Internet günstiger zu bekommen sind, als im Geschäft. Wir können bequem vom Sofa aus unzählige Produkte durchstöbern, bestellen nach einem Preisvergleich beim günstigsten Anbieter und bei Nichtgefallen schicken wir sie einfach wieder zurück.
Dass wir zusätzlich zum günstigeren Internetpreis noch mehr sparen können, ist jedoch eher unbekannt.

Cashback = Payback, nur besser

Das Payback-System des Internets heißt Cashback. Das Prinzip ist simpel: bevor man im Onlineshop einkauft, klickt man auf einen bestimmten Link. Durch diesen Link erhält der Cashback-Anbieter eine Prämie, weil er sozusagen einen Kunden geworben hat. Die Prämie wird anschließend zum Teil an den Kunden ausbezahlt. Das wäre in etwa so, als würde uns der Versicherungsvertreter einen Teil seiner Abschlussprämie an uns ausbezahlen.

Cashback funktioniert also nach der Logik: wieso soll der Werber 100% der Prämie erhalten, wenn ich auch etwas davon abhaben kann? Im Artikel „Hotels mit Freinächten & Rabatt buchen und 18% sparen“ wird zum Beispiel beschrieben, wie man mit Cashback und dem Bonusprogramm von Hotels.com insgesamt bis zu 18% bei Hotelübernachtungen sparen kann.

Die größten Cashback-Anbieter sind Shoop (ehemals Qipu) und Primusportal. Während bei Shoop der Fokus auf Cashback liegt, bietet Primusportal sowohl Cashback als auch ein ganzes Paket an Zusatznutzen sowie eine Community.

Bei beiden Anbietern erhält man das Geld zunächst auf sein virtuelles Konto und kann es sich dann über verschiedene Wege auszahlen lassen, neben der Banküberweisung auch als Gutschein (für Amazon oder andere Shops) oder sogar in Bitcoins. Wer nicht mag, dass das Geld auf dem Bankkonto landet, kann hier flexibel eine andere Auszahlungsart verwenden.

Wieso überhaupt Cashback und nicht weiterhin Payback? Ganz einfach: Payback zahlt nur einen sehr geringen Anteil der Prämie an den Kunden weiter. Über Cashback erhält man in der Regel viel mehr zurück. Trotzdem kann es von Vorteil sein, vorher die Prämienhöhe bei allen Anbietern zu prüfen.

Wie hoch ist das Cashback?

Die Höhe des Cashbacks ist individuell für jeden teilnehmenden Onlineshop und kann sich während der Zeit nach oben oder unten bewegen. Oft gibt es einen prozentualen Anteil am Kaufpreis als Cashback, bei Hotels.com z.B. 8%, bei CarDelMar (Mietwagen) 7%. Für einen Internetanschluss bei M-net gibt es hingegen fixe Beträge, die abhängig vom gewählten Tarif sind. Über die Suchfunktion des jeweiligen Cashback-Anbieters lässt sich schnell die Höhe des Cashbacks herausfinden. Oft gibt es auch befristete Sonderaktionen, bei denen es deutlich mehr Cashback gibt.

shoop-kontostand Mein Kontostand bei Shoop 

Was ist zu beachten?

Die Anmeldung ist grundsätzlich kostenlos und schnell erledigt. Die Auszahlung des Guthabens ist bereits ab dem 1. Euro möglich.

Nicht jeder Onlineshop macht bei Cashback mit: Ob der gewünschte Shop teilnimmt und wie hoch die Vergütung ist, findet man einfach über die Suchleiste bei Shoop oder Primusportal.

Oft sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, um Cashback zu erhalten: zum Beispiel darf keine Kombination mit einem Gutschein genutzt werden und der Adblocker muss deaktiviert sein, sonst funktioniert das „Tracking“ nicht. Die Voraussetzungen werden immer vorher genannt, wer sich daran hält, hat meistens auch keine Probleme mit der Gutschrift.

Die Gutschrift des Cashbacks kann in manchen Fällen einige Wochen bis Monate dauern. Einige Onlineshops lassen sich sehr lange Zeit, bei Reisen wird üblicherweise gewartet, bis die Reise beendet ist, bei normalen Einkäufen mindestens, bis die Widerrufsfrist abgelaufen ist.

Der Produktpreis sollte immer geprüft werden: ist der Preis auch ohne den Cashback-Anbieter genauso hoch? Ich hatte speziell bei dem Bonusprogramm der Lufthansa (Miles & More) schon öfter die Erfahrung machen müssen, dass unter der Verwendung eines Bonussystems der Preis bedeutsam höher war. Dadurch hätte ich selbst nach Abzug des Bonus mehr bezahlt, als den Normalpries. Das Stichwort lautet Dynamic Pricing.

Fazit

Wer vor dem Kauf ein paar Minuten investiert, kann viel Geld sparen. Selbst kleine Beträge summieren sich über die Zeit zu ansehnlichen Summen. Ich habe innerhalb der letzten Jahre insgesamt über 500 EUR Cashback erhalten – für Einkäufe, die ich sowieso getätigt hätte. Viel eher habe ich mich oft geärgert, wenn ich nach dem Einkauf festgestellt habe, dass ich gar nicht an Cashback gedacht habe und dadurch auf bares Geld verzichtet habe. Im Vergleich zu anderen Bonussystem wie Payback oder Miles & More lohnt sich Cashback beim Onlineshopping in der Regel und ist dazu sehr unkompliziert.

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Beitragsfoto: © Trifonenko Ivan / Fotolia.

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