Hotels mit Freinächten & Rabatt buchen und 18% sparen

Hotels bucht man nicht an der Rezeption, wo der Preis maximal hoch ist, das weiß jeder. Eine einfache Suche im Internet reicht oft schon aus und man kann bereits viel sparen. Aber es geht noch besser, wenn man weiß wie.

Ich habe schon unzählige Hotelbuchungen getätigt und kann viel Zeit damit verbringen, den günstigsten Preis Ausschau zu finden. Was für viele lästig erscheinen mag, macht absolut Sinn, wenn man sich den konsumrelevanten Nettolohn ausgerechnet hat und weiß, dass man für eine Stunde Zeitersparnis bei der Hotelbuchung effektiv etliche Stunden arbeiten muss, um den Aufpreis bezahlen zu können.

 

Kommen wir zur Praxis: Grundsätzlich beobachte ich die Preise immer eine Weile und prüfe sie zu unterschiedlichen Tageszeiten und an unterschiedlichen Wochentagen. Das macht deswegen Sinn, weil im Internet in Echtzeit auf Nachfrageschwankungen und Spitzenzeiten reagiert werden kann und zwar ohne, dass wir merken. Das System dahinter nennt sich „Dynamic Pricing“, Beispiele dazu habe ich auf meinem privaten Blog Rendite-Talk beschrieben.

Es empfiehlt sich also ein „privates Fenster“ im Browser zu öffnen, sodass keine Cookies gesetzt sind und die Suchportale nicht schon wissen, dass man bereits einige Male nach Hotel XY gesucht hat. Wenn man auf bestimmten Seiten einen Account hat, dann bleibt man erstmal ausgeloggt und prüft später nochmal den Preis im eingeloggten Zustand. Ich gehe immer davon aus: wenn jemand weiß, dass ich etwas unbedingt haben will, wird er mehr dafür verlangen, als normalerweise.

Hotels.com – Kostenlose Übernachtungen

Nach meiner Erfahrung gibt es über die verschiedenen Portale in der Regel keine großen Unterschiede, was den Hotelpreis angeht. Doch obwohl die Preise auf den verschieden Suchmaschinen sehr nah beieinanderliegen bleiben noch zwei Möglichkeiten, Geld bei der Buchung zu sparen: Hotels.com in Kombination mit Cashback.

Ich bin zwar grundsätzlich skeptisch, was Bonusprogramme angeht („Rabatt, dass lass dir sagen, hat der Kaufmann vorher aufgeschlagen!“), aber nach über 40 gebuchten Übernachtungen via Hotels.com habe ich noch keinen Haken am „Rewards“-Programm gefunden. Das Prinzip funktioniert wie folgt:

  1. Buche insgesamt 10 Nächte und erhalte eine Nacht „kostenlos“.
  2. Die Nächte müssen nicht aufeinanderfolgend sein.
  3. Der Wert der Bonusnacht entspricht dem Durchschnittspreis der 10 vorangegangenen Nächte (ohne Steuern und Gebühren).

Das schaut dann folgendermaßen aus:

hotelscom

Hier habe ich für 10 Nächte insgesamt rund 1.000 Dollar ausgegeben, womit ich auf die nächste Buchung 101,33 USD Rabatt erhalten habe. (Hotels.com rechnet den USD dann automatisch in Euro um).

Im nächsten Fall habe ich nur knappe 40 USD im Schnitt ausgegeben, daher konnte ich auch nur genau 39,62 USD in der nächsten Tag anrechnen lassen:

hotelscom

 

Buchungsstrategie – Was man beachten sollte

Man erhält also für je 10 Übernachtungen eine Art „Wertgutschein“ den man fortan flexibel einsetzen kann. Habe ich mehrere Wertgutscheine, kann ich diese auch beliebig für eine Übernachtung einsetzen. Wie in meinem Fall oben: ich habe einen Gutschein über 100 USD und einen über 40 USD. Buche ich nun eine Nacht in einem Hotel, die 50 USD kostet, setze ich lieber den 40 USD-Gutschein ein und hebe den anderen für eine teurere Übernachtung auf.

Im Idealfall kostet die Übernachtung genau so viel wie der Wertgutschein.

Wichtig: Möchte man eine Nacht buchen die 100 USD kostet und hat nur einen Gutschein über 40 EUR zur Verfügung, kann es strategisch sinnvoller sein, den Gutschein nicht einzusetzen. Die Nacht würde zwar nur noch 60 USD kosten, allerdings geht durch den Einsatz des Gutscheines diese Nacht nicht in die Berechnung der nächsten „Runde“ ein. Man verzichtet also auf 6 EUR zukünftigen Rabatt (100 – 40)*0,1 = 6.

Genauso verhält es sich im anderen Fall: wenn der Gutscheinwert 100 USD beträgt und man damit eine Nacht für nur 40 USD einlöst, verzichtet man freiwillig auf 60 USD.

Wie bei vielen Bonusprogrammen, gibt es Bedingungen beim Rewards-Programm. Bei Hotels.com muss mindestens eine valide Buchung im Jahr erfolgen, damit die Bonusnächte nicht verfallen. Wer weiß, dass er innerhalb des nächsten Jahres wahrscheinlich keine weitere Buchung tätigen wird, tut gut daran, trotzdem den Wertgutschein einzusetzen auch wenn es für die gewünschte Buchung nicht die optimale Konstellation sein sollte. Alle anderen setzen gezielt genau den Gutschein ein, dessen Wert am nächsten am Preis der Nacht liegt.

Noch mehr sparen – Cashback

Cashback, das kennt jeder z.B. von Payback, bietet zusätzliche Sparmöglichkeiten bei der Buchung auf Hotels.com. Bekannte Online Cashback Portale sind Primusportal.de oder Shoop.de (ehemals Qipu). Es lohnt sich zwischen den beiden und auch Payback zu vergleichen und prüfen, wo es das höchste Cashback gibt.

Shoop bietet standardmäßig 4% Cashback auf Buchungen innerhalb des Hotels.com-Reward-Programmes und 8% auf Buchungen ohne das Reward-Programm. Häufig gibt es Sonderaktionen, bei denen es 8% für die Rewards-Buchungen gibt. In allen Fällen bezieht sich das Cashback auf den Nettowert der Buchung, also ohne Steuern und Gebühren.

Rechenbeispiel

Eine Buchung für 10 Nächte über je 80 EUR netto schaut unter Berücksichtigung der Bonusnächte und des Cashbacks (8%) also folgendermaßen aus:

 

Gesamtkosten 800 EUR
Cashback    64 EUR
Bonusnacht    80 EUR
Ersparnis 144 EUR bzw. 18%

 

Hinweis

Es kann in seltenen Fällen vorkommen, dass das Hotel bei der Buchung über Shoop oder ein anderes Cashback Portal teurer ist, als bei der Direktbuchung über Hotels.com. Das ist mir noch nicht häufig passiert, soll aber nicht unerwähnt bleiben. In allen Fällen hat es sich dennoch gelohnt, Cashback einzusammeln, da die Gesamtersparnis immer noch höher war.

Fazit

Die Kombination aus Bonusnächten und Cashback bietet hervorragende Einsparmöglichkeiten. Recherche ist und bleibt notwendig, ein Vergleich mit anderen Buchungsportalen sollte immer gezogen werden. Cashback über Primusportal oder Shoop gibt es nicht nur bei Hotels.com, sondern auch bei anderen Buchungsportalen. Vergleichen ist Pflicht, sonst zahlt man oft zu viel.

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Beitragsfoto: © tynyuk / Fotolia.

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