Starbucks, Brötchen und mehr – Die Kaffee-Falle

Schleichende Ausgaben die an unserem Vermögen zehren

kaffee-falle

Schleichende Ausgaben zehren kontinuierlich an unseren Kapital. Kleine Ausgaben tun nicht weh, aber sie summieren sich schnell zu hohen Summen. Wir bemerken das gar nicht – bis wir uns der Dimensionen bewusst gemacht haben.

 

Erwerbsnebenkosten

  • Zum täglichen Weg zur Arbeit gehört für viele der Gang zum Bäcker. Einen Coffee “to-go” und ein belegtes Brötchen: 4 EUR.
  • Auf der Arbeit trinkt man zwischendurch eine Cola aus dem Automaten: 1 EUR.
  • Später auf dem Heimweg hält man beim Café und gönnt sich einen Cappuccino: 3 EUR.

Natürlich müssen wir Essen und Trinken und etwas Genuss soll auch sein. Aber nehmen wir an, wir verhielten uns jeden Tag, zumindest jeden Werktag, so, weil wir z.B. mit der U-Bahn zur Arbeit fahren und an diversen Geschäften vorbeikommen, oder weil es einfach zu unserem täglichen Ritual gehört, erst mal in Ruhe einen Cappuccino zu trinken und/oder ein Brötchen zu essen, bevor wir mit der Arbeit beginnen. Wir folgen diesem Ritual dann ca. 220 Tage. Jahr für Jahr.

Kleinvieh macht auch Mist!

Im Jahr kostet uns der Kaffee und das Brötchen bereits 880 EUR, die Cola 220 EUR und der Cappuccino 660 EUR! Das macht stolze 1.760 EUR, 17.600 EUR auf 10 Jahre usw.

Die Inflation habe ich außen vor gelassen und jeder mag für sich selbst Dinge hinzufügen oder weglassen: Die Schachtel Zigaretten, das Feierabendbier in der Kneipe, das Eis nach dem Mittagessen, die Pizzabestellung am Abend etc.

Ich rechne zudem sehr konservativ, denn zu den 220 Werktagen im Jahr kommen noch 145 Tage hinzu, an denen wir durch die Stadt schlendern, uns ins Café setzen, in eine Bar gehen. Überall wird nebenbei ein bisschen Geld ausgegeben – in Summe aber sehr, sehr viel Geld.

Lecker, oder? Aber teuer!

Mir sind früher die Dimensionen dieser Ausgaben nicht bewusst gewesen, bis ich mein Haushaltsbuch erstellt habe, in dem ich meine Ausgaben erfasst und auf das Jahr hochgerechnet habe. Dadurch wurde mir erst klar, wie viel Geld ich für solche „Kleinigkeiten“ ausgab, die in der Form meistens gar nicht notwendig waren bzw. einfach ersetzt werden konnten.

Ein Brötchen kann ich mir für insgesamt 20-30 Cent selbst kaufen und belegen. Dafür muss ich keinem Bäcker 2,50 EUR in die Hand drücken. Eine Tasse Kaffee zuhause kostet zwischen 10 – 30 Cent und diesen Kaffee kann man auch “to-go” mitnehmen. Die Cola würde ich direkt sein lassen und durch Leitungswasser ersetzen, damit spart man sich später auch Kariesbehandlungen.

Aber man will doch auch was vom Leben haben und dazu gehört nun mal auch sorgenfreier Konsum. Und überhaupt: wenn ich das Geld nicht ausgeben, bringt es mir doch auch nichts.

Es heißt ja nicht, dass man nun gänzlich auf solche Dinge verzichten soll. Man soll aber davor aber auch nicht die Augen verschließen. Hilfreich ist es, wie ich finde, wenn man sich alltägliche Ausgaben auf das Jahr hochrechnet, dann werden einem oft erst die Dimensionen bewusst.

Kurzgesagt

Unsere Bequemlichkeit und die Verlockungen des Alltages verringern unsere Sparquote und damit wertvolles Kapital, das wir viel besser einsetzen können. Und wenn es für einen Urlaub ist, anstelle für Kaffee und Brezeln.

Alles was wir brauchen ist ein stetiges Hinterfragen unseres Konsumverhaltens und den Willen uns etwas umzugewöhnen.

Dabei hilft es, sich Finanzwissen anzueignen. Das hilft, sich einerseits den Umgang mit Geld bewusster zu machen und andererseits das Geld besser anzulegen. Es gibt genügend Menschen da draußen, die aus mangelndem Interesse (oder Faulheit?) freiwillig darauf verzichten, mehr aus ihrem Vermögen zu machen – das können wir besser!

 

Täglich eines dieser Produkte, macht im Jahr (365 Tage)…

  • Brezel: 1 EUR / 365 EUR
  • Belegtes Brötchen: 2,50 / 912,50 EUR
  • Cappuccino: 1.095 EUR
  • Zigaretten (Packung): 7 EUR / 2.555 EUR
  • Süßes für zwischendurch: 4 EUR / 1.460 EUR

 

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