Geld verdienen mit der Steuererklärung

Finanzgrundlagen
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Die Steuererklärung gehört zu den unangenehmsten Dingen, die man gerne mal zeitlich aufschiebt. Nun gibt es einen zusätzlichen Anreiz, um die Erklärung zeitlich noch weiter nach hinten zu schieben.

Das Finanzamt zahlt nämlich Zinsen an alle, die ihre Steuererklärung spät abgeben. Die Bedingungen dazu: Man darf nicht verpflichtet sein, eine Steuererklärung abzugeben und man sollte mit einer Rückerstattung vom Finanzamt rechnen. Wer also normaler Arbeitnehmer ist und keine zusätzlichen Einnahmen verbucht, kann seine Steuererklärung möglichst lange hinauszögern.

Ab dem 16. Monat nach dem Ende eines Steuerjahres bezahlt das Finanzamt die Zinsen. Wer nun zum Beispiel für das Jahr 2015 die Steuererklärung macht, der erhält erstmalig Zinsen, wenn die Steuererklärung erst Mitte 2017 abgibt. Mit jedem angefangenen Monat zahlt das Finanzamt zusätzlich 0,5 Prozent Zinsen – so kann man bei einer Erstattung in Höhe von 1.000 Euro bis zu 180 Euro an Zinsen kassieren, wenn man die Erklärung erst Ende 2019 abgibt und dann die Rückerstattung im Jahr 2020 erhält.

Wer so lange auf die Erstattung warten kann, sollte sich diese Form der Anlage mal gut überlegen – wichtig ist, dass man sich sicher ist, dass man die Erklärung nicht abgeben muss; ist man nämlich dazu verpflichtet, eine Erklärung abzugeben, so werden dann Säumniszuschläge fällig. Und die sollte man sich sparen.

 

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