Die Zinssätze für das Girokonto

Grundsätzlich unterscheidet man bei den Zinsen für ein Girokonto zwischen zwei verschiedenen Formen, den Sollzinsen und den Habenzinsen. Wie der Name bereits andeutet, werden Sollzinsen dann berechnet, wenn du dich mit dem Kontosaldo in einem Soll befinden, also beispielsweise bei der Inanspruchnahme eines Dispokredites. Habenzinsen werden dagegen auf das Guthaben ausbezahlt, welches sich auf dem Girokonto befindet.

Schauen wir uns zunächst die Habenzinsen etwas näher an. Als Verbraucher darfst du hierbei von einem Girokonto nicht viel erwarten. Ein solches Kontomodell eignet sich aufgrund der äußerst niedrigen Zinssätze keineswegs für das dauerhafte Deponieren von Sparkapital. Die meisten Banken zahlen lediglich Zinssätze von 0,1 – 0,3 % auf das Guthaben eines Girokontos. Mit diesen Zinssätzen erleidet der Sparer auf Dauer einen Verlust, was sich aus der Inflationsrate in Deutschland ergibt. Das bedeutet konkret: Wenn die Inflation höher liegt als die auf das Konto gebotenen Zinssätze, so wird das Kapital auf Dauer immer weniger werden. Wer Kapital anlegen möchte, sollte daher kein gewöhnliches Girokonto nutzen, sondern es beispielsweise auf einem Festgeldkonto oder einem anderen Kapitalanlagekonto deponieren.

Bei den Sollzinsen ist, im Gegensatz zu den Habenzinsen, darauf zu achten, dass diese möglichen klein ausfallen. Wenn du dein Girokonto im Rahmen des Dispositionskredits überziehst, werden dafür Sollzinsen berechnet. Die diesbezüglichen Zinssätze liegen in der Regel deutlich über zehn Prozent, einige Kreditinstitute berechnen sogar bis zu zwanzig Prozent. Ruft die betreffende Bank einen solch hohen Zinssatz für den Dispo auf, solltest du vom betreffenden Angebot besser Abstand nehmen.

Fällt das anvisierte Konto in seinen Grundgebühren und eventuell hinsichtlich der Transaktionsgebühren besonders günstig aus, solltest du verstärkt Augenmerk auf die Sollzinsen legen. Viele Banken versuchen, durch überhöhte Sollzinsen entgangene Gebühren wieder auszugleichen. Gleiches gilt übrigens, wenn bei der Eröffnung des Kontos eine zusätzliche Kreditkarte oder auch ein separates Anlagekonto mit offeriert wird. Auch hier ist es wichtig darauf zu achten, dass die Gebühren und Sollzinsen für solche Extras nicht zu hoch ausfallen.

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