So deckst du versteckte Kosten bei Girokonten auf

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Die Banken unternehmen heutzutage große Anstrengungen, um stetig neue Kunden zu gewinnen. So gibt es beispielsweise regelmäßige Aktionen, bei denen über einen gewissen Zeitraum deutlich höhere Zinssätze auf Giro- oder Anlagekonten gezahlt werden. Auch der Wegfall von Gebühren über einen gewissen Zeitraum ist eine gern genutzte Marketing Methode.

Dagegen ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden. Unfair wird es allerdings, wenn Banken versuchen, dem Kunden Kosten bewusst zu verschweigen, bzw. diese so in ihren Geschäftsbedingungen und im Kleingedruckten verstecken, dass er erst nach Abschluss des Vertrages und nach Eröffnung des Kontos bewusst davon erfährt. Selbstverständlich verfährt nicht jedes Kreditinstitut so, es gibt jedoch einige schwarze Schafe, die dies immer wieder versuchen.

Hier die besten Tipps und Tricks, um versteckte Kosten in Verbindung mit einem Girokonto möglichst frühzeitig aufzudecken:

  • Prüfe zunächst das betreffende Angebot ganz genau. Gilt die Kostenfreiheit des Girokontos nur für einen beschränkten Zeitraum? Wie hoch fallen die Kosten nach dieser Zeit aus? Liegen sie niedrig, kann sich das Konto im Vergleich zu einem generell kostenpflichtigen Girokonto durchaus lohnen.
  • Achte auf die Extras, welche die Bank zum angebotenen Girokonto gewährt. Ist im Angebot beispielsweise eine Kreditkarte enthalten, sollte zunächst eruieren, wie hoch die Zinsen und Gebühren für die Nutzung dieser Karte ausfallen. Liegen sie höher als vergleichbare Angebote, so liegt der Verdacht nahe, dass das Kreditinstitut hiermit entgangene Gewinne wieder hereinholen möchte.
  • Gleiches gilt für die Inanspruchnahme eines Dispositionskredites. Werden für diesen Kredit 15 % oder gar noch höhere Zinsen aufgerufen, solltest du besser ein anderes Angebot für ein Girokonto wahrnehmen.
  • Viele bürokratische Vorgänge, wie beispielsweise die Kündigung des Girokontos, sind mit ihren Bedingungen und Kosten lediglich im Kleingedruckten vermerkt. Achte hierbei darauf, dass sich die Kosten in einem vertretbaren Rahmen bewegen. Das gilt ebenso für Vorgänge wie die Umwandlung des Kontos in ein Pfändungsschutzkonto. Auch hierfür verlangen viele Kreditinstitute teilweise überhöhte Gebühren, obwohl dies rechtlich nicht zulässig ist.
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Jakob ist Autor von Finanzgrundlagen.de

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