Bitcoin-Crash verursacht Milliardenverlust bei Strategy

UZ

Der dramatische Rückgang des Bitcoin-Kurses hat weltweit für Aufsehen gesorgt und zahlreiche Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Besonders betroffen ist Strategy Inc., der weltweit größte börsennotierte Bitcoin-Investor. Im vierten Quartal 2025 musste das Unternehmen einen massiven Verlust verbuchen, der maßgeblich auf den Bitcoin-Crash zurückzuführen ist. Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe dieses Verlusts, die Auswirkungen auf das Unternehmen und die weiteren Perspektiven von Strategy.

Hintergrund: Strategy und seine Bitcoin-Investitionen

Die Bitcoin-Strategie von Strategy

Strategy hat sich seit 2020 als einer der größten institutionellen Bitcoin-Investoren positioniert. Unter der Leitung von Michael Saylor erwarb das Unternehmen kontinuierlich Bitcoin und baute so einen beträchtlichen Bestand auf. Bis Ende 2025 hielt Strategy über 700.000 Bitcoin, was einem Gesamtwert von über 50 Milliarden US-Dollar entsprach. Der durchschnittliche Kaufpreis lag dabei bei etwa 74.000 US-Dollar pro Coin.

Bilanzierung der Bitcoin-Bestände

Seit 2025 bilanziert Strategy seine Bitcoin-Bestände nach dem Fair-Value-Prinzip. Das bedeutet, dass die Bestände zum aktuellen Marktpreis bewertet werden, was zu erheblichen Schwankungen in der Gewinn- und Verlustrechnung führen kann. Diese Methode spiegelt die Volatilität des Bitcoin-Marktes direkt in den Finanzergebnissen wider.

Der Bitcoin-Crash und seine Auswirkungen auf Strategy

Der Kursverfall von Bitcoin

Im vierten Quartal 2025 erlebte der Bitcoin-Kurs einen dramatischen Rückgang. Nach einem Allzeithoch von über 126.000 US-Dollar Anfang Oktober fiel der Kurs bis Ende Dezember auf etwa 88.000 US-Dollar, was einem Minus von rund 30 Prozent entspricht. Dieser starke Preisverfall hatte direkte Auswirkungen auf die Bewertung der Bitcoin-Bestände von Strategy.

Finanzielle Auswirkungen auf Strategy

Durch die Anwendung der Fair-Value-Bilanzierung führte der Kursrückgang zu einem nicht realisierten Verlust von 17,4 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2025. Dies führte zu einem Nettoverlust von 12,6 Milliarden US-Dollar für das Quartal, verglichen mit einem Gewinn von 670,8 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Trotz dieses Verlusts hielt Strategy an seiner Bitcoin-Strategie fest und erwarb im Januar 2026 weitere 41.000 Bitcoin.

Reaktionen des Unternehmens und Ausblick

Dividendenanpassungen und Finanzierungsstrategien

Um das Vertrauen der Investoren zu stärken und die Aktienkurse zu stabilisieren, erhöhte Strategy die Dividende für seine Vorzugsaktien (STRC) um 25 Basispunkte auf 11,25 Prozent für den Monat Februar 2026. Zudem wurde eine Liquiditätsreserve von 2,25 Milliarden US-Dollar aufgebaut, um die Dividendenzahlungen für mehr als zwei Jahre abzusichern. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die finanzielle Stabilität des Unternehmens in Zeiten hoher Volatilität zu gewährleisten.

Ausblick und Herausforderungen

Trotz der aktuellen Verluste und der Herausforderungen durch die Bitcoin-Volatilität bleibt Strategy seiner Investitionsstrategie treu. Das Unternehmen betont seine finanzielle Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit, auch bei weiteren Kursrückgängen handlungsfähig zu bleiben. Allerdings steht Strategy vor der Herausforderung, die Auswirkungen der Bitcoin-Volatilität auf die Unternehmensbewertung und die Aktienkurse langfristig zu managen.

Fazit

Der Bitcoin-Crash im vierten Quartal 2025 hat bei Strategy zu einem erheblichen finanziellen Verlust geführt. Trotz dieser Rückschläge hält das Unternehmen an seiner Bitcoin-Investitionsstrategie fest und ergreift Maßnahmen, um die finanzielle Stabilität zu sichern. Die weitere Entwicklung von Strategy wird maßgeblich von der zukünftigen Preisentwicklung von Bitcoin und der Fähigkeit des Unternehmens abhängen, effektiv auf Marktvolatilitäten zu reagieren.