Rheinmetall-Aktie stürzt um 9 % ab: BaFin prüft Analystenaufruf – CEO Papperger kauft Aktien

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Rheinmetall-Aktie stürzt um 9 % ab: BaFin prüft Analystenaufruf – CEO Papperger kauft Aktien

Die Rheinmetall-Aktie hat kürzlich einen dramatischen Kurssturz von bis zu 9,5 Prozent erlebt, was zu erheblichen Turbulenzen auf dem Aktienmarkt führte. Dieser Rückgang wurde durch einen Analystenaufruf ausgelöst, der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nun genauer unter die Lupe genommen wird. Inmitten dieser Volatilität nutzte CEO Armin Papperger die Gelegenheit, Aktien des Unternehmens zu erwerben, was als Vertrauensbeweis in die zukünftige Entwicklung von Rheinmetall gewertet wird.

Ursachen des Kursrückgangs

Analystenaufruf und Umsatzprognose

Der dramatische Kursrückgang der Rheinmetall-Aktie wurde maßgeblich durch einen Analystenaufruf ausgelöst. In diesem Pre-Close-Call präsentierte der Konzern einen vorläufigen Umsatzausblick von 13,6 Milliarden Euro für das Jahr 2026, was etwa zwölf Prozent unter den bisherigen Konsensschätzungen lag. Obwohl Rheinmetall betonte, dass es sich hierbei um eine unverbindliche Indikation handelte, führte diese Nachricht zu einer sofortigen Verkaufswelle auf dem Aktienmarkt.

Reaktion der BaFin

Angesichts der ungewöhnlich starken Kursbewegungen hat die BaFin routinemäßig geprüft, ob Anhaltspunkte für Marktmissbrauch vorliegen. Ein Sprecher der Behörde erklärte, dass man „ob es Anhaltspunkte für Marktmissbrauch gibt“ prüfe. Zudem erneuerte die BaFin ihre Empfehlung, Pre-Close-Calls nur als offen zugängliche Gruppen-Calls durchzuführen und Termine transparent auf der Website zu veröffentlichen. Rheinmetall hatte zwar einen „FY 2025 Analyst & Investor Recap“ angekündigt, jedoch ohne Uhrzeitangabe.

Reaktionen des Unternehmens und der Insider

CEO Armin Papperger kauft Aktien

Inmitten des Kursrückgangs nutzte CEO Armin Papperger die Gelegenheit, Aktien des Unternehmens zu erwerben. Über die ATP Holding erwarb er Rheinmetall-Aktien im Wert von knapp 300.000 Euro zu einem Preis von 1.572,50 Euro pro Aktie. Diese Transaktion wurde von der BaFin gemeldet und unterstreicht das Vertrauen des CEO in die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.

Weitere Insider-Käufe

Auch andere Insider des Unternehmens zeigten Vertrauen in die zukünftige Entwicklung von Rheinmetall. Aufsichtsrat Marc Tüngler kaufte weitere Anteile des Unternehmens. Solche Insider-Käufe werden oft als positives Signal für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens gewertet.

Ausblick und Marktreaktionen

Analystenbewertungen

Trotz des jüngsten Kursrückgangs sehen einige Analysten weiterhin Potenzial für die Rheinmetall-Aktie. Die Schweizer Großbank UBS bekräftigte ihre Kaufempfehlung und beließ das Kursziel bei 2.200 Euro. Analyst Andre Kukhnin verwies darauf, dass die Bewertung des gesamten Kapitalgütersektors derzeit als „anspruchslos“ einzuschätzen sei, was auf ein vergleichsweise günstiges Bewertungsniveau hindeutet. Dies könnte für Investoren eine gute Einstiegschance darstellen, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Nachfrage nach Rüstungsgütern und Sicherheitslösungen.

Unternehmensstrategie und Zukunftsperspektiven

Rheinmetall verfolgt eine klare Strategie der Fokussierung auf das Geschäft mit militärischen Kunden. Im Zuge dieser Strategie plant der Konzern, sich von seinem Autozuliefergeschäft zu trennen. Ein finaler Deal soll bis spätestens Ende März 2026 unter Dach und Fach sein. Im Zuge des Verkaufs schreibt der Konzern 350 Millionen Euro auf den Wert der Sparte ab. Diese strategische Neuausrichtung könnte langfristig positive Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung haben.

Fazit

Der jüngste Kursrückgang der Rheinmetall-Aktie wurde durch einen Analystenaufruf ausgelöst, der von der BaFin nun geprüft wird. Inmitten dieser Turbulenzen zeigte CEO Armin Papperger Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens und erwarb Aktien. Analysten sehen trotz des Rückgangs Potenzial für die Aktie, insbesondere vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens. Investoren sollten jedoch die weitere Entwicklung genau beobachten und ihre Entscheidungen auf fundierte Analysen stützen.